Chronik der kfd Drenke anlässlich des 90-jährigen Jubiläums am So., 25.Sept.2011

90 Jahre kfd Drenke – Ein Erntedankfest

Eine Zeitreise durch die lebendige kfd Geschichte, vom Jungfrauenverein, zum Mütterverein bis hin zur lebendigen Frauengemeinschaft…..

Wie hat alles angefangen? In der Zeit um 1906 wurden in Drenke viele Mädchen geboren, diese trafen sich in ihrer Jugend zum Theaterspielen. Mit dem Bau des Jugendheimes in 1920 hatten sie einen Treffpunkt und gründeten im Winter 1921 den Jung-Frauenverein. Einige dieser Frauen waren: Anna Held, Klothilde Rabbe, Alwine Schäfer, Franziska Föckel, Adelheid Baß, Josefine Rabbe, Antonie Föckel, Maria Becker, Hedwig Vieth, Maria Kröger.

1923 wurde aus jenem Verein der Katholische Mütterverein, der im August des Jahres eine wunderschöne Fahne (befindet sich im Kirchturm unserer Kirche), hergestellt in Handarbeit von den Franziskanerinnen aus Salzkotten, geliefert bekam.

Die Frauen sammelten im Dorfe in kleinen Portionen insgesamt 7 Zentner Roggen und konnten vom Verkauf für ca. 56 Rentenmark (entspricht heute ca. 35 Euro) jene herrliche Fahne erwerben. Heute kostet eine Fahne je nach Gestaltung ab 500 bis 3000 Euro und mehr!!!

Die Inschriften der Fahne „Frauengröße ruhet im Ertragen“ und „Frauenstärke ruhet im Gebet“ spiegeln die damalige Zeit wider. Eine Zeit voller Ungewissheit und Zukunftssorgen, Armut und Hunger waren noch überall präsent. Pflichtbewusstsein und Bescheidenheit standen in der Erziehung an erster Stelle. Da die Frauen in der Woche körperliche Schwerstarbeit leisten mussten, denken wir an den großen Waschtag, trafen sie sich nur einmal pro Jahr sonntags am Feste der Heiligen Elisabeth, am 19. Nov., zum Beten und Kaffeeklatsch im Jugendheim, sie brachten für diesen besonderen Anlass ihr schönstes Geschirr, ihre Sammeltassen, mit.

Bis in die 40er Jahre hinein hatten die Pastöre die Leitung des Müttervereins inne, sie hatten studiert und genossen großen Respekt in der Gemeinde. Die Frauen waren ruhig und bescheiden und hatten sehr viel Arbeit in Haus und Hof.

Pfarrer Gremler war bis 1931 der erste Präses, ihm folgten

Pfarrer Paul Baronowski von 1932 bis 1939

Pfarrer Heinrich Tampier von 1939 bis 1949

Pfarrer Theodor Heiming von 1949 bis 1977

Pfarrer Paul Consbruch von 1977 bis 1980

Pfarrer Günter Weige von 1981 bis 2009

Pfarrer Christof Hentschel seit 2010

 

1946 bis ca. 1957 leitete Frau Elisabeth Husemann (+1957) den kath. Mütterverein. Ihre Nachfolgerin war in den 60er Jahren bis 1972 Frau Antonie Hennemann (+14.12.1990), sie wurde am 22.11.1981 zur Ehrenvorsitzenden ernannt. 1972 bis 1989 leitete Frau Theresia Saggel den kath. Mütterverein, aus dem in den 80er Jahren die kath. Frauengemeinschaft wurde. Nach 17-jähriger Vorstandsarbeit dankte Präses Pfarrer Günter Weige ihr für ihre großartigen Leistungen, sie setzte mit ihrer Arbeit Maßstäbe, nunmehr wurde die Frauengemeinschaft anerkannt und respektiert. Sie bewirkte, dass die kfd erstmalig 1983 im Festumzug des Sportvereins mit marschieren durfte. Bastelkurse waren zu ihrer Zeit der Renner. In 1984 wurde unsere heutige Fahne angeschafft, sie wurde durch einen Basar vieler fleißiger Frauen finanziert.

In den 50er und 60er Jahren unternahmen die Frauen alljährlich einen Ausflug verbunden mit einer Wallfahrt, Ziele waren: Werl, Möhnesee, Münster, Telgte, in den Harz, zur Bundesgartenschau nach Dortmund usw..

In den 80er und 90er Jahren wurden unterschiedliche Bastelkurse - mehrmals jährlich - angeboten, z.B. Rupfenpuppen, Makrammee Arbeiten, Window Color, Heuteddys, Serviettentechnik. Weiterhin beliebt blieben die Wallfahrten und Ausflüge, wie z.B. nach Holland zur Tulpenblüte.

Es fanden wöchentlich Gebetskreise unter dem Leitgedanken „miteinander und füreinander“ beten statt. Darüber hinaus fanden Glaubensgespräche u. –vorträge, sowie Kochkurse statt.

Heute gibt es die „traditionellen“ Angebote, wie Winterwanderung, JHV zu Mariä Lichtmess, den Weltgebetstag, in Zusammenarbeit und Wechsel mit der kfd Amelunxen und der evangelischen Frauenhilfe (seit 1987), das vierteljährliche Frühstück im Pfarrheim nach der Dienstagsmesse (seit 2003), Wanderung nach Amelunxen zum Spargelessen (seit 2005), der besinnliche Abend mit Bratapfel vor derAdventszeit (seit 1989), vielleicht ein Tagesausflug.

Von 1973 bis 2008 putzten die Frauen zu zweit, zu den Hochfesten zu viert die Kirche. Anfangs unternahmen sie von den jährlichen 600 DM Fahrten, später erhielt jede Frau aus dem Kirchenetat 20 Euro pro Jahr.

Unsere kfd bietet: Spaß und Freude, Glauben, Beten und Vertrauen, Förderung der Talente, Stärkung des Selbstbewusstseins, die kfd stärkt die Frauen in ihrer Einzigartigkeit, es wurden Freundschaften geschlossen, wir fördern die Kreativität und die Gemeinschaft, die kfd ist eine Tankstelle für neue Energie, wir setzen uns mit Gott und der Welt auseinander.

Mit den Jahren hat die kfd Drenke durch viele Aktionen, wie Adventsbasaren, Sammlungen bei Versammlungen, für das Müttergenesungswerk am Muttertag, Krippenausstellungen so manchen Euro gesammelt.

Spenden wurden verwendet für die Renovierung der Kirche in den 80er Jahren, der Orgel in 1991, für das Pfarrheim, den Kindergarten Tietelsen, Ministrantenrochetts in 2007, für das Kinderdorf Awassa, für die Mikrofonanlage in der Kirche und vieles mehr.

Vorsitzende bzw. Teamsprecherinnen von 1989 bis heute

1989 bis Anf. 1997 Frau Marie-Luise Rode

1997 bis Feb. 2002 Frau Monika Rieke

2002 bis 2005 Frau Christel Vieth, Anne Tegethoff und Maria Mikus

2005 bis 2009 Frau Rosel Becker

2009 Frau Anne Tegethoff

seit Mai 2010 Frau Doris Fleckner.

 

 Vorstand KFD

Der Vorstand am  26.5.2012

Quellen: kfd Protokolle, Chronik der Pfarrkirche St. Maria Magdalena zu Drenke von 1921 – 1987, kfd Mitglieder, ein besonderer Dank gilt Herrn Josef Knipping für seine erstaunlich vielen Erinnerungen

Verfasst von: Doris Fleckner anlässlich des 90-jährigen kfd Jubiläums

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