Drenker Ortsgeschichte

Die Sage von Drenke berichtet, daß Kaiser Karl der Große gegen den Sachsenherzog Widukind zu Felde zog und an einem heißen Sommertage mit seinem Kampfgespann den Feind erspähen wollte, wobei er auf einen Schäfer mit seiner Herde traf. Diesen bat er um einen Trunk Wasser. Der Schäfer zeigte dem Kaiser die kleine plätschernde Quelle im alten Eichenhain und schöpfte mit seinem Füllhorn und reichte es ihm dar.

Das Gebiet des Dorfes Drenke gehörte ehemals zum Besitztum des Sachsenherzogs Bruno.

Als Karl der Große die Sachsen besiegt hatte, zog er alle Güter der sächsischen Herzöge ein und überließ diese, also auch das Drenker Gebiet, seinem Oheim Bernard.

In der Zeit zwischen 843 und 855 schenkt Haduwy, die Enkelin Bernards, ihren Besitz Weredun und Upweredun, hierzu gehörte das Gut Amelunxen mit der Ortschaft Drenke, dem 822 gegründeten Kloster Corvey.

Urkundlich wird Drenke im Jahre 1203 erstmals in einer Übereignungsurkunde für das Kloster Gehrden seitens des Bischofs Bernard von Paderborn erwähnt. Während des Mittelalters schweigt die Quelle über Drenke. Der Ort Drenke gehört zum Abteigebiet Corvey und wurde der Pfarrei Amelunxen zugeteilt. Es hat am Schicksal der Gemeinde Amelunxen und des gesamten Corveyer Landes teilgenommen. Die Reformation, die Lehre Luthers, wurde auch in Drenke von einigen Familien angenommen, nachdem die Adeligen von Amelunxen sich zu der neuen Lehre bekannten.

1803 wurde die Abtei Corvey aufgehoben. Das Abteigebiet kam vorüberwiegend an Hessen-Rothenburg, von 1807 bis 1813 an das Königreich Westfalen und danach an Preußen.

Am 27.12.1858 stifteten die kinderlosen Eheleute Hilleker zu Drenke ihr Vermögen für eine Kaplaneistelle (ca. 100 Morgen). 1859 wurde mit dem Kirchbau begonnen. Am 29.10.1859 wurde gerichtet, und am 26.02.1863 war die Einweihung der neuen Kirche. Der erste Geistliche der am 20.04.1867 errichteten Kaplaneistelle war Kaplan Drüke.

1868 baute man die katholische Schule. Seit 1895 hat Drenke eine Wasserleitung. 1912 Bau der evangelischen Schule im Siek.

Während der Inflation im Jahr 1921 wurde auch in Drenke Notgeld gedruckt.

Am 18. Mai 1924 feierliche Einweihung des Heldenkreuzes auf dem Eggeberg, das als Kriegerehrung für die gefallenen Söhne der Gemeinde bestimmt ist. An der Kirche wurde im Jahre 1962 ein neuer Turm gebaut.

Seit April 1939 wurden die evangelische und katholische Volksschule laut Volksschulunterhaltungsgesetz zusammengelegt bis zur Auflösung der Schule am Ende des Schuljahres 1967/68. Die Schüler besuchen seitdem die Schulen der Stadt Beverungen.

Ende November 1977 verließ Theodor Heiming, der letze Pastor, Drenke. Seitdem hat der Ort weder Lehrer noch Pfarrer. Die katholische Kirchengemeinde wird von Beverungen betreut. Der evangelische Pfarrer in Amelunxen kümmert sich um die evangelischen Gemeindemitglieder.

Ein neuer Sportplatz wurde 1977 angelegt und am 24.07.1977 eingeweiht. An 24.10.1980 Einweihung eines neuen Bankgebäudes die Volksbank Beverungen. Das alte Pfarrhaus, welches mit seinem Wirtschaftsgebäude zu einem Bürgerhaus umgebaut und am 27.03.1982 eingeweiht wurde, trägt wesentlich zur Förderung des Gemeinschaftslebens bei. Darüber hinaus dient es auch bei Veranstaltungen überörtlichen Charakters.

Am 25.06.1978 stürtzte um 9.26 Uhr ein "Phantom"-Flugzeug kurz hinter Drenke ab. Der Pilot steuerte das Flugzeug noch über das Dorf hinaus. Dadurch kam es bei neun Dorfbewohnern zu nur leichten Verletzungen und neun beschädigten Häusern. Der Pilot und sein Co-Pilot starben bei dem Absturtz.

 

Die Gemeinde Drenke, bis 1970 selbständig, besaß ca. 426 ha Feldflur. Hiervon waren ca. 23 ha Wald. 58 ha sind Gemeindebesitz. 1978 führte das Amt für Agrarordnung in Warburg eine Flurbereinigung durch. Wirtschaftlich waren die Bewohner früher überwiegend auf Landwirtschaft angewiesen. Heute fahren die meisten Einwohner nach auswärts, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

Im Jahre 1945 hatte Drenke 53 Häuser. In den letzten Jahren wurden in der Siedlung "An den Klippen", "Beverunger Straße" und in der Siedlung "Im Siek" 35 Häuser gebaut.

Am 24.11.1985 würdigte die Gemeinde ihren 100 Jahre zuvor geborenen Sohn, den Heimatfreund und Heimatdichter Hans Tegethoff, indem sie an der Stelle, wo früher das Geburtshaus stand, einen Gedenkstein errichtete und seinen inzwischen gesammelten dichterischen Nachlaß veröffentlichte.

Auf dem Grundstück der ca. ¼ Stunde vom Dorf entfernten Elisenhöhe baute die Gewerkschaft Textil/Bekleidung im Jahre 1950/51 ein Schulungszentrum (seit 1964 "Werner-Bock-Schule" benannt). Beim Vorhandensein von 78 Betten kann sie mehrtägige Kurse durchführen. Sie wird auch von fremden Organisationen und Verbänden benutzt.

 

 

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